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Worst-Case-Szenario: Blackout

Ein europaweites Blackout ist für viele schwer vorstellbar, jedoch durchaus realistisch. Über die Folgen eines solchen Horrorszenarios und wie wichtig es ist, Krisenprävention zu betreiben, spricht Cyber Security-Experte Herbert Saurugg in einem Interview mit FM4.

Durch die steigende technische Vernetzung entsteht immer mehr Komplexität, die Menschen in allen Bereichen des Lebens begleitet. Die größte Herausforderung: Komplexität bedeutet auch Nicht-Linearität. Mögliche Szenarien können immer schwerer vorausgesehen werden, wodurch die Anforderungen an das Risikomanagement wachsen.

Es herrscht das Prinzip „Kleine Ursache, große Wirkung“. Es kommt zu Kettenreaktionen, die sehr schnell zum Chaos führen. Damit steigt auch die Gefahr, dass die falschen Dinge zum falschen Zeitpunkt eintreten und Systeme nicht mehr beherrschbar sind.

Das letzte Blackout in Europa hat es 1976 gegeben. Heute würde es nur sieben Tag dauern, bis Europa in Folge eines Worst-Case-Szenarios an der Kippe steht. Bei einem überregionalen Szenario würde Infrastruktur wie Strom, Wasser und Abwasser zeitnah ausfallen. Dem folgt die Telekommunikation – falls nicht unmittelbar durch den Stromausfall, dann durch Überlastung. Die Gesellschaft würde in Kleinstrukturen zerfallen und könnte sich nur noch lokal organisieren. Nach einem derart großen gesellschaftlichen Schaden wäre es nicht möglich, einfach wieder zur Normalität zurückzukehren.

Grund zur Panik gäbe es aber nicht, so Saurugg. Vielmehr gehe es darum, die einfachen Szenarien zu bewältigen und entsprechende Schritte zu setzen.

Eine effiziente Maßnahme stellt die Integration eines Business Continuity Managements (BCM) dar.
BCM ist ein Managementprozess mit dem Ziel, gravierende Risiken für eine Organisation, die das Überleben gefährden, frühzeitig zu erkennen und Maßnahmen dagegen zu etablieren. Um die Funktionsfähigkeit und damit das Überleben eines Unternehmens zu sichern, sind geeignete Präventivmaßnahmen zu treffen, die zum einen die Robustheit und Ausfallsicherheit der Geschäftsprozesse erhöhen und zum anderen ein schnelles und zielgerichtetes Reagieren in einem Notfall oder einer Krise erlauben. risk2value ermöglicht die Ausrichtung des unternehmensspezifischen BCM-Prozesses an verschiedenen Normen sowie nationalen und de-facto Standards.

 

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